„In all den alltäglichen Erfahrungen meines beruflichen und privaten Lebens gelangte ich zu der Überzeugung, dass der entscheidende Faktor für das, was sich in einem Menschen abspielt, die Vorstellung vom eigenen Wert ist, die jeder mit sich herumträgt.“ (Virginia Satir – aus dem Buch „Selbstwert und Kommunikation„)
Die Duden-Definition des Wortes „Selbstwertgefühl“ lautet: „Gefühl für den eigenen Wert“. Was hat es mit dem Selbstwert(gefühl) auf sich? Was bin ich mir selbst wert? In den unterschiedlichen sozialen Systemen, in denen wir Menschen uns bewegen, kann sich das Wissen über den eigenen Selbstwert unterschiedlich darstellen. Es kann Bereiche geben, in denen wir uns sicherer fühlen als in anderen und zugleich kann auch dies eine Idee davon geben, wie es sich mit dem grundsätzlichen Wissen über den eigenen Selbstwert verhält, sozusagen dem grundsätzlichen Stand des eigenen Selbstwert-Kontos.

Virginia Satir war der Auffassung, dass das Gefühl des Wertes nicht angeboren, sondern erlernt ist. Auch aus bindungstheoretischer Sicht ist diese Annahme zu unterstützen. Ebenso spielen grundsätzliche primäre (frühe Kindheit, Familie, …) und sekundäre (Jugend, Schule, Institutionen, …) Herkunftseffekte und Umweltbedingungen eine Rolle für uns und unsere Reise des Lebens. Hierzu kann auch gehören, dass wir bereits früh Unterstützung erfahren haben, unseren eigenen Selbstwert entdecken zu dürfen. Oder umgekehrt: Möglicherweise mussten wir feststellen, dass das wertvolle Gut der positiven Rückmeldungen etwas Spärliches war und das eigene Auf- und Erwachsen geprägt durch widrige Bedingungen war.
Aus den Gedanken von Virginia Satir heraus resultiert jedoch, dass das Gefühl des Wert- oder Nichtwertseins auch verlernt und neu gelernt werden kann:
„Es ist immer Hoffnung da, dass dein Leben anders werden kann, denn du kannst jederzeit neue Erfahrungen machen und so Neues lernen.“ (Virginia Satir)
Selbstwerttraining?
Beim Selbstwerttraining geht es darum, Selbstwerträuber ausfindig zu machen, sie zu neutralisieren und Selbstwertspender zu implementieren: In welchen Momenten und Kontexten ist Dein Selbstwertgefühl niedrig? Durch welches Denken, Handeln und Fühlen macht es sich bemerkbar?
Das Selbstwerttraining ist in den PEP®-Prozess eingebettet.
Virginia Satir und der Selbstwert
Virginia Satir, eine Pionierin der Familientherapie in den 1950er und 1960er Jahren, welche den Fokus auf die Kommunikation und Beziehung innerhalb eines (Familien)Systems legte, sieht in der Vorstellung vom eigenen Wert einen entscheidenden Faktor für das, was sich in einem Menschen abspielt.
In ihrem Buch „Selbstwert und Kommunikation“ führt sie aus, dass Menschen, die mit einem „vollen (Selbstwert-)Pott“ ausgestattet sind wissen, dass sie wertvoll sind „und die Welt durch ihr Dasein ein kleines bisschen reicher machen„. Darin enthalten ist u.a. der Glaube an die eigenen Fähigkeiten: die Fähigkeit, andere um Hilfe zu bitten und zu gleich an die eigene Entscheidungsfähigkeit sowie an die Kräfte in sich selbst zu glauben.
Eine Schlussfolgerung für Satir lautet: Dadurch, dass sich der Mensch selbst wertschätzt, ist es ihm möglich, auch andere wertzuschätzen und zu achten.
Menschen mit einem „high Pot“ gehen mit Rückschlägen, die das Leben bieten kann, so um, als seien es Krisen des Augenblicks. Diese können sich zwar auf die Fülle des Potts auswirken („low-pot-feelings“), haben dabei jedoch eher einen vorübergehenden Charakter.
Andere Menschen verbringen viel Zeit ihres Lebens im Zustand des fast leeren Potts (low-pot). Aus Gründen des Selbstschutzes kann es zu sozialem Rückzug und Misstrauen kommen. Hieraus kann Angst resultieren, diese wiederum „beengt und trübt den Blick„. Sie lässt nicht zu, dass man etwas Neues versucht, um Schwierigkeiten zu meistern und deshalb kann immer mehr unbefriedigendes und teils selbstschädigendes Verhalten (Substanzmissbrauch oder Ähnliches) entstehen.
Ablauf und Kosten
Die Kosten belaufen sich auf 95 Euro/60 Minuten. Nutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten, um einen Termin zu vereinbaren.
